RUMÄNIEN STELLT SICH VOR
AKTUELLES AUS DER WOCHE 7.-13. JUNI 2010
  
 
Vertrauensfrage und Misstrauensantrag zum Sparprogramm der Regierung PDF Print
Politik
Wednesday, 16 June 2010 14:58
Montag, den 7. Juni stellte Ministerpräsident Emil Boc vor den vereinigten Parlamentskammern die zwei Gesetzesentwürfe der Regierung zum Sparprogramm vor. Die Regierung stellt dem Parlament nun die Vertrauensfrage im Zusammenhang mit den strengen und äußerst unpopulären Sparmaßnahmen welche das Haushaltsdefizit abdecken sollen. Die mit dem IWF abgestimmten Maßnahmen beziehen sich auf die Reduzierung der Gehälter der Staatsangestellten um rund ein Viertel und der Renten um 15%. Trotz mehrwöchiger Protestaktionen der Gewerkschaften der öffentlich Bediensteten und der Rentner und Kritiken seitens der Opposition und der Sozialpartner hat das Boc-Kabinett kaum den Sparkurs abgeschwächt. In seiner Rede vor dem Parlament unterstrich Premier Emil Boc die Tatsache, dass ohne eine drastische Kürzung der Staatsausgaben Rumänien sich in den nächsten Monaten der Zahlungsunfähigkeit nähert. Trotz der dramatischen Reduzierung der Staatsausgaben ist Rumänien weiter auf eine Finanzierung von drei Mrd. Euro angewiesen.

Die Opposition gebildet aus Sozialdemokraten (PSD) und Nationalliberalen (PNL) protestierten gegen das geplante Sparpaket der Regierung durch Einreichung eines Misstrauensantrags mit dem Titel "Stoppt den Massenmord in Rumänien". Der Misstrauensantrag umfasst 17 Seiten voller Kritiken an die Regierung und Argumenten gegen die Kürzung der Gehälter und Renten. Der Antrag soll am 15. Juni im Parlament abgestimmt werden. Die Opposition braucht insgesamt 236 Stimmen um die aktuelle Regierung zu stürzen. (Mediafax, 7.6.2010)

 
Mineralwasserverbrauch in Rumänien um 50 Prozent niedriger als in Westeuropa PDF Print
Wirtschaft
Wednesday, 16 June 2010 14:56
Die Rumänen trinken jährlich etwa die Hälfte des Mineralwassers welche im Durchschnitt von den Westeuropäern konsumiert wird. Laut von United Romanian Breweries Bereprod (URBB) veröffentlichen Angaben hatte 2009 der rumänische Mineralwassermarkt einen Wert von 300 Mio. Euro. Mengenmäßig ausgedrückt entspricht dieser Wert 10 Mio. Hektoliter. In diesem Jahr erwartet man kaum Änderungen im Umfang des Marktes. Auf dem rumänischen Mineralwassermarkt agieren fünf bedeutende Unternehmen und zwar Romaqua (Marktführer, deckt 26 Prozent des Marktes), Apemin (24 Prozent), European Drinks (11 Prozent), Bucovina (5,5 Prozent) und Perla Harghitei (4,2 Prozent). (Curierul Naţional, 7.6.2010)
 
Öko-Programm „Das grüne Haus“ startet am 1. Juli PDF Print
Wirtschaft
Wednesday, 16 June 2010 14:57
Das Regierungsprogramm „Das grüne Haus“ wird am 1. Juli starten, gab Umweltminister Laszlo Borbely bekannt. Im Rahmen dieses Programms wird die Regierung 110 Mio. Lei (etwa 25 Mio. Euro) für den Einsatz moderner Anlagen aufgrund erneuerbaren Energien zuweisen. Mittels eines sehr einfachen Verfahrens wird jeder Bürger vom Staat Zuschüsse für die Ausstattung seiner Wohnung mit alternativen Heiz- und Warmwasserzubereitungsanlagen erhalten können. Das Programm steht für jeden Bürger offen. Für den Erwerb von Pellets- und Sägemehlheizanlagen liegt der Zuschuss bei 3.000 Lei (etwa 750 Euro). Im Falle von Solaranlagen deckt der Staat 6.000 Lei (etwa 1.500 Euro) und von Wärmepumpen sogar 8.000 Lei (rund 2.000 Euro). Die Erteilung der Zuschüsse wird sehr leicht erfolgen, versicherte der Umweltminister. Der Eigentümer führt diese Investition mit jeglichem Bauunternehmen durch und nach Beendigung der Installation, aufgrund der Rechnung und des Empfangnachweises, wird der Staat den entsprechenden Betrag direkt ins Konto des Eigentümers zuweisen. (Curentul, 7.6.2010)  
 
Anzahl der Firmeninsolvenzen steigt PDF Print
Wirtschaft
Wednesday, 16 June 2010 14:56
In den ersten drei Monaten 2010 stieg die Anzahl der Unternehmen welche Insolvenz meldeten um 89 Prozent im Vorjahresvergleich (9.766 Firmen). Ende 2009 hatten 18.421 Firmen das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Wirtschaftsbereiche in welchen die meisten Insolvenzfälle verzeichnet wurden sind Groß- und Einzelhandel und der Baubereich. Die Anzahl der Firmeninsolvenzen könnte in diesem Jahr die Schwelle von 30.000 überschreiten, so Anca Catrina, Risk Manager bei Coface Romania. Das Jahr 2010 wird weiter ein Problemjahr für die Baufirmen darstellen, wenn man auch die Tatsache berücksichtigt, dass im Vorjahr 20 Prozent weniger Baugenehmigungen für Wohngebäude (48.833 Baugenehmigungen) erteilt wurden. (Curierul Naţional, 7.6.2010)
 
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