Kultur
Die Buchmesse Gaudeamus zählte 2009 über 100.000 Besucher PDF Print
Tuesday, 01 December 2009 11:12
Die internationale Buchmesse Gaudeamus, die zwischen dem 25. und dem 29. November in Bukarest organisiert wurde, hatte 2009 ca. 107.000 Besucher angezogen. Die Messe wurde in der zentralen Messehalle von Romexpo organisiert, auf einer Fläche von ca. 14.000 Qm. 385 Unternehmen stellten den Besuchern ihre Produkte vor. Am Sonntag, den 29. November wurden die Preise der Gaudeamus Messe verleiht: als meist begehrtestes Buch wurde der Roman der Nobelpreisträgerin Herta Müller "Der Fuchs war damals schon der Jäger" gewählt. Die Verlage Humanitas, Rao und Polirom gewannen Trophäen für die Veröffentlichung von mehr als 100 Titeln in 2008. In der Kategorie „Media“ gingen die Gaudeamus Preise an der Tageszeitung Evenimentul Zilei, an den Rundfunk Europa FM, an den TV-Sender TVR Cultural, an die Presseagentur Agerpres und an die online-Publikation Hotnews. (29.11.2009, Mediafax)
 
Rumänische Medienprojekte erhielten internationale Anerkennung PDF Print
Tuesday, 20 October 2009 09:21
Die zwei Medienprojekte „Unternehmen” („Antreprenor”) und „Die private Regierung” („Guvernul privat”) der Wirtschaftspublikation Business Standard waren die Sieger in der Kategorie A (Auflage < 100.000 pro Tag) des europäischen Wettbewerbs XMA Cross Media Awards 2009, organisiert von WAN-IFRA. WAN-IFRA ist ein Verband welcher aus dem Zusammenschluss der bedeutendsten zwei Publisher-Organisationen weltweit, und zwar World Association of Newspapers und IFRA, entstand. An dem Prestige-Wettbewerb beteiligten sich in diesem Jahr fast 40 Medienprojekte, darunter einige realisiert von Axel Springer oder von Herald Express. Das Mai 2008 ins Leben gerufene Projekt „Unternehmer“ stellt jungen Managern eine Informationsplattform zur Verfügung und versucht diese näher zu bringen. Dem zweiten Projekt, „Die private Regierung“, ist es gelungen eine Gemeinschaft von 200 Geschäftsleuten zu bilden welche sich am Dialog mit der Regierung beteiligen und einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Gesetzgebung und der wirtschaftlichen Realität bringen konnte. Business Standard, Publikation der Media-Gruppe Realitatea Caţavencu, erhielt somit die wichtigsten Auszeichnungen welche bis jetzt einer rumänischen Publikation verliehen wurden. (standard.money.ro, 13.10.2009)
 
Literaturnobelpreis für die Rumänien-Deutsche Herta Müller PDF Print
Tuesday, 13 October 2009 10:40
Laut der Ankündigung des ständigen Sekretärs des Nobelkomitees, wurde der Nobelpreis für Literatur 2009 der im rumänischen Niţchidorf geborenen deutschen Schriftstellerin Herta Müller verliehen, die „mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit zeichnet“. Der 2009 veröffentlichte Roman „Atemschaukel“ stellt das Exildasein der deutschsprachigen Rumänen in der Sowjetunion dar und wurde auch für den Deutschen Buchpreis in diesem Jahr nominiert, wobei es auch als Favorit dafür gilt. Tochter einer in 1945 in der heutigen Ukraine deportierte Deutsch-Rumänin, studierte Müller in den 70er Jahren in Timişoara deutsche und rumänische Literatur. Als Studentin war sie Mitglied der Aktionsgruppe Banat, innerhalb welcher mehrere deutschsprachige Autoren ihre Opposition zum Tyrannen Nicolae Ceauşescu ausdrückten und sich für Meinungsfreiheit einsetzten. Wegen ihrer Kritik an die Ceauşescu-Regierung und ihrer Verweigerung, Informantin der Geheimpolizei zu werden, konnte sie nicht mehr ihren Beruf als Schriftstellerin und Übersetzerin weiterführen und bekam auch einen Publikationsverbot. Aus diesen Gründen wanderte Herta Müller 1987 nach Deutschland aus. Heutzutage lebt die Schriftstellerin in Berlin. Die Reaktionen auf die Wahl des Nobelkomitees waren verschieden. Der Bundespräsident Horst Köhler vertritt zum Beispiel die Meinung, dass es eine besonders glückliche Fügung sei, dass Herta Müller gerade in diesem Jahr den Preis erhalten hat, in dem man sich an das Ende der Diktaturen in Osteuropa vor zwanzig Jahren erinnert. "Ihre Literatur ist geprägt von den Erfahrungen, die Sie selber in Rumänien mit der kommunistischen Diktatur gemacht haben. Sie haben immer wieder detailliert und ergreifend geschildert, was ein Unrechtssystem in den Herzen und Seelen der Menschen anrichtet", so der deutsche Bundespräsident in seinem Glückwunschschreiben an die Preisträgerin. Auch der französische Außenminister Bernard Kouchner würdigte die neue Literaturnobelgewinnerin als mutige Kämpferin gegen den Totalitarismus. Die Freude war auch in Rumänien sehr groß, wo man sich seit Jahren einen Nobelpreisträger wünscht. Gemäß Andrei Pleşu, rumänischer Philosoph und Kunsthistoriker, können sich die Rumänen endlich beruhigen: „Herta Müller ist zwar eine deutsche Schriftstellerin, aber sie stammt aus Rumänien, und ihre Werke enthalten ein Stück rumänische und osteuropäische Geschichte“. In den Vereinigten Staaten waren dagegen die Reaktionen eher zurückhaltend, wo die Zeitschrift Entertainment Weekly als Titel „Herta who?“ für diese Nachricht auswählte. Gleichzeitig wies New York Times darauf hin, dass nur vier von Müllers Büchern bisher ins Englische übersetzt wurden. Auch für Herta Müller war es schwer, ihren Erfolg zu fassen: "Es ist noch nicht in meinen Kopf angekommen", meinte sie kurz nach der Bekanntmachung des Gewinners. Herta Müller wird damit die zwölfte Frau in der Geschichte des Nobelpreises, die den Literaturnobelpreis gewinnt. (Evenimentul Zilei, 10.10.2009, DW-World.de, 9.10.2009, Wikinews, 8.10.2009)
 
The Telegraph: Das Enescu Festival oder „wie Musik den Stolz einer Nation zurückgeben kann“ PDF Print
Monday, 07 September 2009 16:22
„Wie Musik den Stolz einer Nation zurückgeben kann“ ist der Titel eines Artikels veröffentlicht in der britischen Zeitung The Telegraph über das internationale Musikfestival „George Enescu“ in Rumänien. Die britische Publikation bezeichnete die Veranstaltung als eines der größten Musikfestivals der Welt. Zu den teilnehmenden Orchester gehören das Royal Philarmonic Orchester aus Großbritannen, Maggio Musicale aus Italien, das philharmonische Orchester aus Sankt Petersburg und das Royal Orchester Concertgebouw aus Holland. „Das Programm konnte bei einem der glamourösen zentraleuropäischen Festivals widergefunden werden, wie zum Beispiel in Salzburg oder Luzern“, so The Telegraph. „Rumäniens Hauptstadt stellt ein ziemlich unwahrscheinliches Reiseziel dar, mit ihren Überbleibseln aus der Ceausescu-Ära: graue Blocks, breite und ablehnende Straßen, riesengroße staatliche Institutionen usw., aber zwischen neuen Gebäuden und kommunistischen Wohnblocks findet man kleine orthodoxe Krichen, friedliche Parks und kleine bezaubernde Straßen, die an dem Östlichen Paris der Zwischenkriegszeit erinnern“, steht es weiter in demselben Artikel. Kulturelle Veranstaltungen von großem Wert, trotz bescheidenen Budgets haben, sollten also viele ausländische Touristen in Bukarest anziehen. Die XIX. Edition des rumänischen Musikfestivals startete am 30. August und wird am 26. September enden. (Mediafax, 3.9.2009)
 
„Politist, Adjectiv“ wird an 12 internationalen Filmfestivals teilnehmen PDF Print
Monday, 17 August 2009 20:42
Der Kinofilm „Politist, Adjectiv“, in der Regie von Corneliu Poromboiu, der den Vorschlag Rumäniens für die Oscar-Preise 2010 darstellt, wird in den nächsten Monaten innerhalb 12 internationalen Filmfestivals vorgestellt werden. Darunter zählen das Vukovar Film Festival aus Kroatien (26.-30. August), das Toronto International Film Festival (10.-19. September), das Filmfest Hamburg (24. September – 3. Oktober), das Warsaw Film Festival aus Polen (9.-18. Oktober),  das Viennale International Film Festival (22. Oktober – 4. November), usw. Am 11. Oktober wird der Film im Münchener Filmmuseum projiziert werden. „Politist, Adjectiv“ kämpft bei den Oscar-Preisen 2010 in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“. Dieses Jahr hat der Film von Porumboiu unter anderen den Preis FIPRESCI und den Preis der Jury in der Sektion Un Certain Regard beim Filmfestival in Cannes gewonnen. (Mediafax, 12.8.2009)
 
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