Soziales
Können die Rumänen in Krisezeiten noch sparen? PDF Print
Tuesday, 01 June 2010 14:57
Die Hälfte der rumänischen Konsumenten hat als Hauptpriorität in diesem Jahr die Sicherung eines Gehalts, das ein dezentes Leben und die Zahlung der monatlichen Rechnungen abdecken kann. Gemäß einem Bericht des Marktforschungsunternehmens GfK, der sich auf dem ersten Quartal von 2010 bezieht, können unter diesen Bedingungen nur 13 Prozent der Haushalte Geld sparen. 8 Prozent der Haushalte mussten schon auf die Ersparnisse der vorigen Jahre zurückgreifen. Darüber hinaus müssen 20 Prozent der Haushalte Kredite bezahlen. In diesem Jahr erklärten 55 Prozent der Rumänen (ca. 9,9 Mio. Personen), dass die Wirtschaftskrise eine negative Auswirkung auf ihr Leben hatte. In 2009 waren es nur 41 Prozent. Ein Drittel der Bevölkerung wurde von Lohnkürzungen betroffen, in Vergleich zu 21 Prozent im vorigen Jahr. Laut Angaben der Nationalbank BNR belaufen sich derzeit die Bankguthaben der Rumänen auf rund 30 Mrd. Euro. GfK erwartet in diesem Jahr einen Rückgang des Konsums der Haushalte zwischen 2 und 5 Prozent, aber das nur wenn sich die wirtschaftliche Krise nicht weiter verschärft. (Ziarul Financiar, 27.5.2010)
 
Ergebnisse der Studie „Trusted Brands“ in Rumänien PDF Print
Tuesday, 04 May 2010 20:43
Letzte Woche wurde die Reader´s Digest Studie herausgegeben, die seit 10 Jahren die vertrauenswürdigsten Marken der Europäer identifiziert und prämiert. Die Ergebnisse von „Trusted Brands“ zeigen in Rumänien Änderungen in der Wahrnehmung und im Vertrauensniveau im Vergleich zu den vorigen Jahren. In den Kategorien Banken, Automobilien, Photokameras oder Versicherungsunternehmen gibt es neue Ranglistenführer (BCR, Dacia und Canon). In anderen Kategorien – zum Beispiel Tankstellen und Kosmetik (Petrom und Nivea) – haben die bisherigen Führer ihre Position konsolidiert. Eine der größten Überraschungen der Studie ist das Comeback mehrerer rumänischen Marken. In mehreren Kategorien findet man rumänische Marken an der Spitze: Vel Pitar, Cris-Tim, Fuchs, Untdelemn de la Bunica, Borsec, Medlife, Jurnalul National, Europa FM, ProTV u.a. Betreffend das Vertrauen der Rumänen in Institutionen, zeigt die Studie, dass hierzulande das Vertrauen in Polizei und Justiz im Vergleich zum europäischen Mittelwert viel niedriger ist (35 und 22 Prozent, in Vergleich zu 59 und 40 Prozent). Andererseits, liegt das Vertrauen der Rumänen in der Ehe deutlich über dem EU-Mittelwert (79 zu 68 Prozent). Zu den vertrauenswürdigsten Berufen zählen in Rumänien die Piloten, die Feuerwehrmänner und die Apotheker. Unverändert seit mehreren Jahren, werden die letzten Stellen dieser Rangliste von Politikern, Kfz-Verkäufern und Fußballspielern besetzt. (Agerpress, Reader´s Digest, 27.4.2010)
 
Deutsche, russische und englische Touristen würden nicht in Rumänien zurückkehren PDF Print
Tuesday, 04 May 2010 20:42
Gemäß einer Studie von THR Asesores en Turismo, Hoteleria si Recreacion, die Gesellschaft welche die touristische Marke von Rumänien im Rahmen eines 900.000 Euro-Projektes aufbauen muss, würden deutsche, russische und englische Touristen, die Rumänien schon besucht haben, nicht mehr hier zurückkehren. Mehr noch, sie würden Rumänien als Reiseziel auch nicht weiter empfehlen. Fast 400.000 Euro wurden für qualitative und quantitative Marktforschungen ausgegeben, um festzustellen wie Rumänien als Reiseziel wahrgenommen wird. Die nächsten Schritte beim Aufbau der touristischen Marke Rumänien sind die Festsetzung der Strategie, der Marktpositionierung und die Schaffung der visuellen Identität der Marke. „Von 1.707 ausländischen Touristen die Rumänien wenigstens einmal besucht haben, würden 56 Prozent zurückkommen und dieses Land weiter empfehlen, 12 Prozent würden nicht zurückkommen aber würden Rumänien weiter empfehlen und 30 Prozent würden Rumänien niemals wieder besuchen und auch nicht als Reiseziel empfehlen", so Joern Gieschen, GF von THR International. Er fügte noch hinzu: „Unsere Forschung zeigte, dass ihr Dracula, die Schwarzmeerküste und Bukarest als attraktive Reiseziele vergessen sollt. Die Ausländer wollen die Karpaten sehen und die dörflichen Landschaften erleben". (Capital, 28.4.2010)
 
Bukarest belegt den 43. Platz in der Rangliste der teuersten europäischen Städte für Expats PDF Print
Tuesday, 13 April 2010 16:18
Einer Studie der britischen Personalbeschaffungsgesellschaft ECA International zufolge rangiert Rumänien in 2010 an der 43. Stelle im der Rangliste der teuersten europäischen Städte für Expats. Zwischen den Kriterien die in der Erstellung dieser Rangliste in Betracht genommen wurden, zählten das allgemeine Klima, die Luftqualität, die Erhältlichkeit der Güter, der Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen, die Wohnungen, die öffentlichen Leistungen, die Infrastruktur, das Sozialleben, die persönliche Sicherheit und die politischen Konflikte. Insgesamt wurden 254 Länder aus der ganzen Welt verglichen. Die ersten Stellen der Rangliste wurden von Bern, Kopenhagen, Anvers und Brüssels besetzt. Chișinău, die Hauptstadt der Republik Moldau, nimmt gemäß dieser Studie den 186. Platz ein und gilt als eine der europäischen Städte, die die schlechtesten Lebensbedingungen für Expats bietet. (Mediafax, 8.4.2010)
 
Eine zweite Woche der Straßenproteste PDF Print
Tuesday, 30 March 2010 07:58
Nach den gescheiterten Verhandlungen mit der Regierung haben die Lehrkräfte ihre Protestaktionen in mehreren Städten fortgesetzt. Sie fordern weiter die Auszahlung der gerichtlich festgelegten Gehaltsdifferenzen und protestieren gegen das einheitliche Entlohnungsgesetz, das zu Lohnkürzungen führen würde. Seinerseits macht Premier Emil Boc keinen Schritt zurück und erklärt, dass Lohnerhöhungen für Lehrkräfte nicht aus dem aktuellen Staatshaushalt zu finanzieren sind. Auch die Rentner gingen vorige Woche in Bukarest und in mehreren Städten auf die Straße. Sie forderten eine Erhöhung des Rentenpunktes vom aktuellen Stand von 40 Prozent des durchschnittlichen Bruttogehaltes (etwa 450 Euro) auf 45 Prozent. Eine weitere Forderung bezieht sich auf die Befreiung der Renten die niedriger als der Durchschnittslohn sind von der Einkommenssteuer. (RRI, 26.03.2010)
 
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