Soziales
Monat der Protestaktionen PDF Print
Tuesday, 23 March 2010 10:17
Da sich die gesamtwirtschaftliche Lage und die meist unzufriedenstellenden Maßnahmen der Regierung sich auf immer mehr Bevölkerungskategorien negativ auswirken, nimmt auch der Umfang der Protestkundgebungen zu. Für die dritte Märzwoche waren in Bukarest Proteste der Angestellten der U-Bahn und der Transporteure und in mehreren anderen Städten der Mitglieder der Gewerkschaften in den Bereichen Erziehung und Gesundheit angekündigt. Nach dem Gespräch mit Premier Boc haben die Transporteure ihre für Mittwoch und Donnerstag angekündigten Proteste aufgegeben. Die Protestaktionen könnten jedoch demnächst wieder aufgenommen werden, falls die Regierung die Forderungen der Transporteure betreffend die Verabschiedung eines einheitlichen Gesetzes über das Transportwesen und die Erteilung der Transportzulassungen nicht erfüllt. Auch der Streik der Angestellten der Bukarester Metro konnte im letzten Moment durch Verhandlungen verhindert werden. Die Regierung hat den Haushalt von Metrorex gebilligt und der Tarifvertrag wurde unterzeichnet. Zwar wurde keine Gehaltserhöhung vorgesehen, doch es gibt die Möglichkeit durch Gelderumschichtungen im Betrieb allgemein höhere Löhne zu erzielen. Zu konkreten Protestaktionen kam es dagegen in Iaşi und Buzau, wo die mit den angekündigten Personalentlassungen und Gehaltskürzungen unzufriedenen Mitglieder mehrerer Gewerkschaften in den Bereichen Erziehung und Gesundheit Straßenproteste organisiert haben. Die Gewerkschaften aus dem Bildungsbereich wollen mit den Protestaktionen weitermachen und sogar das Unterrichtsjahr und die Nationalprüfungen sperren, falls die Regierung keine akzeptable Lösung für das Problem der Massenentlassungen aus dem System und für das Problem der Gehälter findet. Ab dem 22. März werden die Lehrer keine Zensuren mehr in die Schulkataloge eintragen. Landwirte, Rentner und Studenten haben ihrerseits auch Protestaktionen angekündigt. Zu den Forderungen der Landwirte gehören die Zahlung der Staatszuschüsse und die Reduzierung der Verbrauchsteuer für den Kraftstoff. Die Studenten fordern mehr Geld für Stipenden, mehr Ferienlagerplätze und auch eine aktivere Beteiligung in die Politik des Bildungsministeriums. (RRI, 17., 18.3.2010)
 
164.000 Rumänen werden ihre Winterferien in Österreich verbringen PDF Print
Tuesday, 22 December 2009 13:50
Die Anzahl der Rumänen, die in dieser Wintersaison ihre Ferien in Österreich verbringen werden, liegt bei ca. 164.000 Personen, so gemäß den Daten von Österreich Werbung. Das sind vergleichbare Zahlen wie die vom letzten Jahr. Während den ersten neun Monaten von 2009 besuchten 212.534 rumänische Staatsbürger Österreich, wobei 20 Prozent von ihnen von Tourismusagenturen vermittelt wurden. 2008 hielten sich insgesamt 316.000 Rumänen in Österreich auf, davon machten 164.000 während der Winterzeit hier Urlaub. Als wichtigstes Reiseziel bleibt die Hauptstadt Wien (über 153.000 Übernachtungen bzw. 156.000 Übernachtungen in der Wintersaison), gefolgt von Kaprun, Zell am See, Solden oder Insbruck. Die meisten rumänischen Touristen reisen nach Österreich in der Zeitspanne Dezember 2008-Januar 2009 (ca. 93.500 Ankünfte), insbesondere für Skiurlaube. Gemäß den Schätzungen der Vertreter von Österreich Werbung werden auch 2009 dieselben Reiseziele die meisten rumänischen Touristen anlocken. (Mediafax, 17.12.2009)
 
Wer sind Rumäniens größte Philanthropen? PDF E-mail
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Letzte Woche wurde die erste Rangliste der größten rumänischen Philanthropen aus 2008 veröffentlicht, erstellt von Forbes Rumänien in Zusammenarbeit mit dem Forum der Rumänischen Spender. Es entstanden vier Ranglisten, die die wichtigsten Großunternehmen, Stiftungen, Privatpersonen und Kleinunternehmen beinhalteten, die letztes Jahr große Summen zu karitativen Zwecken geschenkt haben. Insgesamt spendeten die ersten 15 wichtigsten Stiftungen aus Rumänien 11 Mio. Euro in 2008, wobei 12 zusätzliche Mio. von privaten Personen finanziert wurden. Die Summe der 10 größten Budgets, die für Corporate Social Responsibilty-Programme von den in Rumänien tätigen Gesellschaften gewidmet wurde, betrug 13 Mio. Euro. Dinu Patriciu führt in der Rangliste der rumänischen privaten Philanthropen. Durch die gleichnamige Stiftung hat dieser Spenden in Wert von 7,6 Mio. Euro insbesondere in Form von Stipendien für hochbegabte Schüler und Studenten finanziert. 2008 gingen 5.600 Stipendien an Jugendlichen mit besonderen Leistungen. In der Rangliste der größten privaten Spendern folgen Dimitrie Sturdza (750.000 Euro-Spenden für Stipendien und für Medizin), Camelia Sucu, (700.000 Euro-Spenden für Medizin), u.a. Gesundheit und Bildung waren die zwei Bereich welche 2008 die meisten Gelder angelockt haben, insbesondere aus dem Grund, dass sich der Staat immer weniger darum kümmert. Nach dem Finanzierungsvolumen sind die wichtigsten Stiftungen in Rumänien welche sich sozial engagieren Vodafone (3.7 gespendete Mio. Euro in 2008), Dinu Patriciu (3.36 Mio. Euro), Enel Cuore (800.000 Euro), Mobexpert (560.000 Euro), Alexandrion Group (400.000 Euro), u.a. Die ersten Großunternehmen, die für Corporate Social Responsility-Programme große Summen ausgegeben haben, waren 2008: Petrom (4 Mio. Euro), BCR - Erste (2 Mio. Euro), BRD - Groupe Societe Generale (1,5 Mio. Euro), Banca Transilvania (1,28 Mio. Euro), E.ON Romania (950.000 Euro), u.a. Auch die kleineren Unternehmen haben angefangen, abhängig von ihrem Umsatz, verschiedene Projekte und Programme zu finanzieren, damit sie unternehmerisch einige Probleme der Gesellschaft lösen. Im Top 3 dieser Rangliste wieder finden sich zwei Rechtsanwaltsbüros (Musat&Asociatii mit Spenden in Wert von 500.000 Euro und Tuca Zbarcea&Asociatii, mit 400.000 Euro) und ein Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie, Agricola Bacau (490.000 Euro). (Publikation „Top Filantropi", Forbes Rumänien, November 2009)
 
Mehr als 260.000 Rumänen haben dieses Jahr einen Job im Ausland angenommen PDF Print
Tuesday, 10 November 2009 15:01
Laut eines Berichts der Websites Tjobs.ro haben ca. 260.000 Rumänen in diesem Jahr einen Job im Ausland gefunden. Dieses Jahr stellten die 415 Personalbeschaffungsagenturen, die von Tjobs.ro vertreten sind, 260.300 Jobs im Ausland für Rumänen vor und haben dabei für jeden davon einen Kandidaten gefunden. Die daraus ergebenen Arbeitsverträge waren sowohl kurzfristig (2-4 Monate lang), als auch langfristig. Tjobs.ro registrierte in der Zeitspanne August-Oktober 2009 einen Wachstum der Anzahl der Bewerbungen der Rumänen, die im Ausland arbeiten möchten, um 110% im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode. Die Gehälter, die den rumänischen Arbeitsnehmern für diese Jobs bezahlt wurden, reichten von 500 Euro/Monat bis zu 11.000 Euro/Monat. Die meisten Rumänen, die sich durch Tjobs einen Job im Ausland fanden, stellten sich in Großbritannien (17%), Deutschland und Italien (16%) ein. Die meisten Arbeitsstellen waren im Bereich Tourismus (73.000 Personen), Baugewerbe (35.000 Personen), Kinder- oder Altersfürsorge (23.000 Personen) und Gesundheit (16.000 Personen). 21.500 Arbeitsstellen wurden für unqualifizierte Arbeitskraft angeboten. (Capital, 6.11.2009)
 
Schwarze Bilanz des rumänischen Bildungswesens PDF Print
Tuesday, 27 October 2009 10:54
Die rumänischen Schüler gehören zu den leistungsschwächsten innerhalb der ganzen EU. Das zeigte der Bericht für das Jahr 2007 über die Lage des Bildungswesens welcher vom Ministerpräsidenten Boc am 22. Oktober dem Parlament zur Diskussion vorgelegt wurde. Der vom Bildungsministerium erstellte Lagebericht deckt erschreckende Fakten auf: ein Fünftel der rumänischen Kinder besuchen keinen Kindergarten, ein Drittel der Gymnasiumabsolventen legen das Abitur nicht ab und ein Viertel der Schüler sind sogar mit einfachen Matheaufgaben überfordert. Dem Bericht zufolge liegt Rumänien ganz hinten in der EU hinsichtlich des Verhältnisses zwischen der Anzahl der Schüler und Studenten und der Gesamtanzahl der Jugendlichen welche im Schulalter sind. In Rumänien liegt die Quote der Teilnahme an allen Bildungsniveaus bei nur 56%, weit unter dem EU-Mittelwert von 63%. Nur Bulgarien und Zypern zeigen schlechtere Zahlen (55%). Die Abbruchquote erreichte 2007 einen Rekordwert der letzten zwanzig Jahren: 8,5%. Die Gründe für den Schulabbruch sind unterschiedlich, doch zu den bedeutendsten gehören die armen Familienverhältnisse, die geringe Attraktivität der Ausbildungsberufe, sowie die Unentschiedenheit der Jugendlichen betreffend ihren beruflichen Lebenslauf. Im Durchschnitt beträgt die mittlere Dauer des Schullebens in Rumänien 14 Jahre (davon sind 10 Schuljahre verpflichtend). Der Bericht deckt auch die schwache Leistung rumänischer Schüler auf, welche oft nicht von den in der Schule erhaltenen Zeugnissen widerspiegelt wird. Im Rahmen der internationalen Schulleistungsstudien besetzt Rumänien nur den 47ten Platz aus 57 betreffend die Leseleistung der Schüler und in den OECD- PISA-Studien liegt Rumänien auf Platz 34 (aus insgesamt 43). Vor dem Hintergrund des Rückgangs der Schüleranzahl in den letzten Jahren (um 216.000 in den letzten acht Jahren) bleibt das Verhältnis zwischen der Anzahl der Schüler und der Anzahl der Lehrkräfte im rumänischen Bildungswesen eins der höchsten auf europäischer Ebene. In Rumänien unterrichtet ein Lehrer im Durchschnitt 15,7 Schüler, während in den Nachbarstaaten Bulgarien und Ungarn die Zahl bei etwa 12 liegt. In was die berufliche Integration der Absolventen anbelangt sind die Schlussfolgerungen des Bericht auch nicht erfreulich: nur 23% der Jugendlichen finden einen Arbeitsplatz. Die höchsten Integrationsquoten sind bei den Absolventen akademischer Bildungsgänge (58%) und beruflicher Bildungseinrichtungen (57%) vorzufinden. Am entgegengesetzten Pol befinden sich die Gymnasiumabsolventen (21%) und die Absolventen von nur 8 Klassen (14%). (Gândul, 22.10.2009)
 
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